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Herbs 2018 - Ergebnisse einer Tankreinigung

Im Herbst 2018 habe ich einen doppelwandigen 7000 Liter Erdtank reinigen und stillegen lassen. Der Tank war ziemlich genau 50 Jahre alt und im Vorgarten des Elternhauses plaziert.

Vorausgegangen war, daß in den 1990er Jahren dieser doppelwandige Erdtank auf anraten der Tanküberprüfungsfirma als undicht beschrieben wurde, weil die Leckflüssigkeit in dem Vorratsbehälter im Keller des Hauses unter das Minimum abgsackt war (schien) und der Öl-Alarm ausgelöst wurde.

Unser Vater hatte sich daraufhin von der Firma überzeugen lassen, bei dem Tank sei entweder die Metall-Aussenhülle oder die Metall-Innenhülle undicht und der Tank müsse zum weiteren Betrieb innen mit einer Spezial-Folie bzw. einer neuen Innenhülle ausgekleidet werden. Die Kosten von ca. 2000.- DM schienen anscheinend akzeptabel, weil das Haus mit Heizöl gewärmt wurde.
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Entscheidung zur Tankstillegung im Herbst 2018

Ca. 25 Jahre später hatte die Vakuum-Prüfeinrichtung, die die Luft zwischen der "neuen" Innenhülle und der Metall-Innewandn heraussaugt, Alarm angezeigt. Das Vakuum konnte nicht mehr aufrecht erhalten werden. Offensichtlich war jetzt wieder eine Undichtigkeit aufgetreten.

Auch mit einer neuen sehr kräftigen Vakuumpumpe konnte kein annäherndes Vakuum mehr erzeugt werden. Demnach war entweder die Aussenhülle oder die Innenhülle oder die Verrohrung undicht.

Im Rahmen der Heizungsumstellung auf andere Brennmaterialien habe ich die Stillegung des 50 Jahre alten Aussentanks in Auftrag gegeben. Dabei kamen extrem merkwürdige Gegebenheiten zum Vorschein.
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Die Rohre zur Innenhülle waren vermutlich undicht

Die Tank-Spezialisten aus Groß Gerau durften nur in meiner Anwesenheit arbeiten, denn ich wollte wissen, was geht da wirklich ab.

Mangels Vakuum zwischen Erdtank und Kunststoff-Innenhülle war diese Hülle in sich zusammengfallen. In einer Falte waren auch nur noch 80 Liter Öl auszupumpen, obwohl das Füllstand-Anzeigegerät noch 700 Liter angezeigt hatte.

Die Innenhülle war demnach gar nicht defekt oder undicht, sondern nur verölt und muß damit entsorgt werden. Nach dem Entfernen der Kunststoff-Innenhülle wurde der gänzlich trockene (auch nicht verölte) Tankinnenboden sorgfältig ausgekehrt, der gesamte Staub oder Flugrost abgesaugt und die gesamte Innewand untersucht auf Durchrostung oder andere Löcher.

Dann wurde die innere Metallhülle des Tanks ganz unten am tiefsten Punkt des sauberen Bodens angebohrt und die in Mengen austretende Leckflüssigkeit abgesaugt.

Demnach (also nach der abgesaugten Menge zu urteilen) war die Metall- Innenwand des Tanks genauso in Ordnung wie die Metall-Aussenwand, denn es wurden mehr als 80 Liter Leckflüssigkeit abgepumt. Laut der Entsorgungsspezialisten ist das in etwa die Menge, die bei einem doppelwandigen 7000L Erdtank eingefüllt wird.
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Die Kunststoff-Innenhülle war überhaupt nicht notwendig

Im Klartext heißt das, die damalige Tankreinigungs-Firma hat meinem Vater (damals etwa 70 Jahre alt) etwas aufgeschwatzt, das nur den Umsatz des sowieo zu bezahlenden Besuches der Reinigungstruppe gerettet hatte und völlig daneben war. Man könnte fast von vorsätzlichem Betrug reden. Doch sie haben - wie beauftagt - eine weitere Hülle in den Tank samt der Vakuum-Sicherungssysteme eingebaut.

Es hätte aber überhaupt nicht sein müssen. Weil in dem Zwischenraum der beiden Tankwände noch solche Mengen an Leckflüssigkeit drinnen waren, ist davon auszugehen, daß damals auch nur die Verschraubungen undicht waren.
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Für Erdtankbesitzer heißt es also - "aufpassen", wer wen über den Tisch zieht oder ziehen will.
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Der 7000L Tank ist inzwischen fachmännisch stillgelegt und verschlosen worden - mit Zertifikat zum Preis von 650.- Euro. Die Firma ist sehr zu empfehlen und die Adresse bekommen Sie auf Nachfrage.
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